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Dokument 42  >

Anordnung des Chefs der Zivilverwaltung in der Untersteiermark für die Verdeutschung der Ortsnamen[1]

1
AIZDG, Landrat Cilli, Bd. 1, (1 S. vervielf.).
2
In den Jahren 1941--1943 hat der deutsche Okkupator in der Untersteiermark hauptsächlich die seinerzeitigen deutschen Ortsnamen aus der Zeit der österreichungarischen Monarchie eingeführt. Am 4. 6. 1943 verordnete jedoch der Chef der Zivilverwaltung in der Untersteiermark mit der Verordnung über die Bezeichnung der Gemeinden, Katastralgemeinden und Ortschaften in der Untersteiermark für rund ein Drittel davon neue deutsche Namen, die ihm von dem Südostdeutschen Institut in Graz vorgeschlagen worden waren. (Siehe Verordnungs- und Amtsblatt des Chefs der Zivilverwaltung in der Untersteiermark, Jg. 1943, Nr. 24, 26. 8. 1943). Im Ansiedlungsgebiet A der Untersteiermark (Save-Sotla-Streifen), wo in der Mehrzahl die Gottschee-Deutschen angesiedelt wurden, bestimmte die Verordnung neue deutsche Ortsnamen entnommen aus dem Gottschee-Gebiet.

Der Chef der Zivilverwaltung in der Untersteiermark
RV/41

Marburg, den 30. 4. 1941

Betr.: Wiedereingliederung der Untersteiermark.

An
die politischen Kommissare !

Im Zuge der Wiedereingliederung der Untersteiermark ordne ich an:

  1. Sämtliche Ortschaften sind nur mit den im Ortsverzeichnis des Südostdeutschen Instituts in Graz (Graz 1940) niedergelegten deutschen Namen zu bezeichnen.
  2. Auf allen Ortstafeln, Wegweisern und Strassenschildern sind die sonach notwendig werdenden Änderungen vorzunehmen.
  3. Die im Ortsverzeichnis enthaltenen Namen stellten die vor der Abtrennung der Untersteiermark verwendeten Namen dar; ich behalte mir weitere Veränderungen zu einem späteren Zeitpunkt vor.[2]

gez. Uiberreither

Beglaubigt:

Steinkellner
Reg. Assistentin

1
AIZDG, Landrat Cilli, Bd. 1, (1 S. vervielf.).
2
In den Jahren 1941--1943 hat der deutsche Okkupator in der Untersteiermark hauptsächlich die seinerzeitigen deutschen Ortsnamen aus der Zeit der österreichungarischen Monarchie eingeführt. Am 4. 6. 1943 verordnete jedoch der Chef der Zivilverwaltung in der Untersteiermark mit der Verordnung über die Bezeichnung der Gemeinden, Katastralgemeinden und Ortschaften in der Untersteiermark für rund ein Drittel davon neue deutsche Namen, die ihm von dem Südostdeutschen Institut in Graz vorgeschlagen worden waren. (Siehe Verordnungs- und Amtsblatt des Chefs der Zivilverwaltung in der Untersteiermark, Jg. 1943, Nr. 24, 26. 8. 1943). Im Ansiedlungsgebiet A der Untersteiermark (Save-Sotla-Streifen), wo in der Mehrzahl die Gottschee-Deutschen angesiedelt wurden, bestimmte die Verordnung neue deutsche Ortsnamen entnommen aus dem Gottschee-Gebiet.

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