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Dokument 188  >

Anordnung des Gauleiters der NSDAP in Kärnten über den Aufbau der NSDAP in den besetzten Gebieten Kärntens und Krains[1]

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Mf. aus NAW, T-580, R-75, (1 S.).
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Am 2. 9. 1941 berichtete der Leiter der Zweigstelle Veldes des Reichspropagandaamtes in Kärnten Lothar Weber an das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (Dr. Hans Krieg): »Hinsichtlich der Arbeit des Kärntner Volksbundes kann ich Ihnen leider nichts Erfreuliches mitteilen, denn man steht meines Erachtens den zu lösenden Problemen noch genau so hilflos gegenüber wie bisher, Tatsache ist, dass auch nicht eine einzige Mitgliedskarte bisher ausgegeben wurde und dass die Schwierigkeiten bei der Bestellung von Amtswaltern nur immer grösser wurden infolge der Angst vor gegnerischen Terrorakten. Wie das noch weiter gehen soll, ist mir absolut unerklärlich, zumal mit 1. Oktober die Eingliederung des besetzten Gebietes in den Reichsgau Kärnten vollzogen werden soll. Hoffentlich dringt dann Dr. Ley mit seiner Auffassung durch, sodass der Volksbund der Partei unterstellt, bezw. eingegliedert wird. Nur so kann ich mir eine erfolgversprechende Aufbauarbeit vorstellen.« (AIZDG, RPA Kärnten, Zweigstelle Veldes, Bd. 3.) Im Wochenbericht vom 14. 11. 1941 berichtete die Zweigstelle Veldes des RPA in Kärnten: »Mit 1. November wurden in Südkärnten drei Ortsgruppen der MSDAP aufgestellt und die drei Bezirksführer des Kärntner Volksbundes vom Gauleiter zu Leitern der Ortsgruppen in Radmannsdorf, Krainburg und Stein bestimmt. Erstmalig trat nun die Partei in diesem Gebiete bei den Heldengedenkfeiern anlässlich des 9. November auf.« (Ebda.) Am 25. 11. 1941 berichtete L. Weber an Dr. Hans Krieg: »Über das Schicksal des Kärntner Volksbundes wird vermutlich schon in allernächster Zeit entschieden werden, da wie Ihnen bekannt ist, Gauleiter Dr. Rainer von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley am 30. ds. Mts. feierlich als Gauleiter und Reichsstatthalter von Kärnten und Chef der Zivilverwaltung für das besetzte Gebiet eingesetzt wird. Ich vermute, dass sich gleich zu Beginn seiner Tätigkeit Gauleiter Rainer intensivst mit dem Kärntner Volksbund beschäftigen wird und rechne damit, dass hier eine Umorganisation durchgeführt wird. Major Maier--Kaibitsch und einige Gauamtsleiter werden alle Hebel in Bewegung setzen um Schick als Bundesführer zu beseitigen.« (Ebda.). Über die Stellungnahme des Leiters der Dienststelle des Beauftragten des Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums in den besetzten Gebieten Kärntens und Krain SS Obersturmbannführer Alois Maier Kaibitsch zu dem Problem des Kärntner Volksbundes und der NSDAP siehe Dok. Nr. 148. Über die Ernennung und den Lebenslauf der Kreisführer der NSDAP in Gorenjsko siehe den Aufsatz »Aufbau der NSDAP in Südkärnten« im Kärntner Grenzruf vom 24. 12. 1941.
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Das Gaustabsamt der NSDAP in Kärnten verfügte mit der Durchführungsverfügung Nr.13 vom 14. 2. 1942 die Aufstellung der Gliederungen in den Gemeinden črna, Mežica, Prevalje, Gustanj und Dravograd. Es sollten aufgestellt werden: 15 Stürme der SA, 1 Sturm der SS, 2 Stürme des NSKK und 1 Trupp des NSFK. (Mf. aus NAW, T-580, R-75.)

A b s c h r i f t.

Der Gauleiter

Anordnung 5/41.

Betrifft: Aufbau der NSDAP. in Südkärnten.

Mit Wirkung vorn 1. Januar 1942 ordne ich den Aufbau der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei in den mir als Chef der Zivilverwaltung unterstehenden besetzten Gebieten Kärntens und Krains an.[2]

Zu diesem Zwecke verfüge ich die Errichtung nachstehender Kreise der NSDAP:

  1. den Kreis Radmannsdorf der NSDAP.,
  2. den Kreis Krainburg der NSDAP.,
  3. den Kreis Stein der NSDAP.

Die Grenzen dieser Kreise decken sich mit den Grenzen der entsprechenden Politischen Kommissariate.

Die Gemeinden Gutenstein, Prävali, Miess und Schwarzenbach, sämtliche im Miesstal in Kärnten, unterstelle ich dem Kreisleiter der NSDAP. in Völkermarkt.

Die Gemeinde Unterdrauburg in Kärnten unterstelle ich dem Kreisleiter der NSDAP. in Wolfsberg.

Mit der Durchführung dieser Anordnung beauftrage ich den Leiter des Gaustabsamtes bei der Gauleitung Kärnten, welcher die näheren Ausführungsverfügungen erlassen wird.[3]

gez. Rainer.

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Mf. aus NAW, T-580, R-75, (1 S.).
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Am 2. 9. 1941 berichtete der Leiter der Zweigstelle Veldes des Reichspropagandaamtes in Kärnten Lothar Weber an das Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda (Dr. Hans Krieg): »Hinsichtlich der Arbeit des Kärntner Volksbundes kann ich Ihnen leider nichts Erfreuliches mitteilen, denn man steht meines Erachtens den zu lösenden Problemen noch genau so hilflos gegenüber wie bisher, Tatsache ist, dass auch nicht eine einzige Mitgliedskarte bisher ausgegeben wurde und dass die Schwierigkeiten bei der Bestellung von Amtswaltern nur immer grösser wurden infolge der Angst vor gegnerischen Terrorakten. Wie das noch weiter gehen soll, ist mir absolut unerklärlich, zumal mit 1. Oktober die Eingliederung des besetzten Gebietes in den Reichsgau Kärnten vollzogen werden soll. Hoffentlich dringt dann Dr. Ley mit seiner Auffassung durch, sodass der Volksbund der Partei unterstellt, bezw. eingegliedert wird. Nur so kann ich mir eine erfolgversprechende Aufbauarbeit vorstellen.« (AIZDG, RPA Kärnten, Zweigstelle Veldes, Bd. 3.) Im Wochenbericht vom 14. 11. 1941 berichtete die Zweigstelle Veldes des RPA in Kärnten: »Mit 1. November wurden in Südkärnten drei Ortsgruppen der MSDAP aufgestellt und die drei Bezirksführer des Kärntner Volksbundes vom Gauleiter zu Leitern der Ortsgruppen in Radmannsdorf, Krainburg und Stein bestimmt. Erstmalig trat nun die Partei in diesem Gebiete bei den Heldengedenkfeiern anlässlich des 9. November auf.« (Ebda.) Am 25. 11. 1941 berichtete L. Weber an Dr. Hans Krieg: »Über das Schicksal des Kärntner Volksbundes wird vermutlich schon in allernächster Zeit entschieden werden, da wie Ihnen bekannt ist, Gauleiter Dr. Rainer von Reichsorganisationsleiter Dr. Ley am 30. ds. Mts. feierlich als Gauleiter und Reichsstatthalter von Kärnten und Chef der Zivilverwaltung für das besetzte Gebiet eingesetzt wird. Ich vermute, dass sich gleich zu Beginn seiner Tätigkeit Gauleiter Rainer intensivst mit dem Kärntner Volksbund beschäftigen wird und rechne damit, dass hier eine Umorganisation durchgeführt wird. Major Maier--Kaibitsch und einige Gauamtsleiter werden alle Hebel in Bewegung setzen um Schick als Bundesführer zu beseitigen.« (Ebda.). Über die Stellungnahme des Leiters der Dienststelle des Beauftragten des Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums in den besetzten Gebieten Kärntens und Krain SS Obersturmbannführer Alois Maier Kaibitsch zu dem Problem des Kärntner Volksbundes und der NSDAP siehe Dok. Nr. 148. Über die Ernennung und den Lebenslauf der Kreisführer der NSDAP in Gorenjsko siehe den Aufsatz »Aufbau der NSDAP in Südkärnten« im Kärntner Grenzruf vom 24. 12. 1941.
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Das Gaustabsamt der NSDAP in Kärnten verfügte mit der Durchführungsverfügung Nr.13 vom 14. 2. 1942 die Aufstellung der Gliederungen in den Gemeinden črna, Mežica, Prevalje, Gustanj und Dravograd. Es sollten aufgestellt werden: 15 Stürme der SA, 1 Sturm der SS, 2 Stürme des NSKK und 1 Trupp des NSFK. (Mf. aus NAW, T-580, R-75.)

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